Einleitung

Die verborgene Botschaft des WTC - Anschlags

Nach dem WTC-Anschlag entschied ich mich, Bilder zu malen, um in diesem Anschlag enthaltene Botschaft zu vermitteln. In einigen Bildern zitiere ich Fotos vom Anschlag.

Der 11. September 2001 zeigt eine tiefe Veränderung für die Menschheit. Der Name für diese neue Zeit und für den Ort, in dem das Ereignis sich als Symbol manifestierte, ist sehr treffend: „Ground zero“. Das heißt aber nicht, dass bedeutende Ereignisse der Vergangenheit als Bestandteil einer neuen Ära ausgeschlossen bleiben. Als Beispiel gilt der erste Atombombentest 1945 in der Wüste von Mexiko. Robert Oppenheimer hatte ihn als „die Geburt eines ganz besonderen Babys“ verkündet.

Ein wissenschaftlicher Bericht über den Tsunami in Südostasien 2004 wurde von den berichtenden Wissenschaftlern selbst „Ground zero“ genannt und die Einwohner in New Orleans und im Golf von Mexiko gaben den Überschwemmungen den gleichen Namen. Auch sie nannten sie „unser Tsunami“.

Die „Ground zeros“ werden zunehmen und damit wird uns unsere menschliche Verletzlichkeit, die auch ein Ausdruck der Verletzlichkeit unserer Mutter-Erde ist, immer deutlicher gezeigt.

Als Indianerin sehe ich in all diesen Katastrophen eine Lebenskrise, die unsere Mutter Erde durchmacht. Gleichzeitig sehe ich die Wirkung ihres Immunsystems, mit dessen Hilfe sie sich regeneriert.

*Am 11. September 2005 las Christopher Brown Gedichte im Kulturladen St. Georg in Hamburg vor. Meine Bilder wurden als Kulisse für diese Gedichte benutzt. Im Gedenken an die Opfer von Gewalt, Naturkatastrophen und Armut wurden drei Schweigeminuten eingelegt.

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